Ein Text von Dr. Bosshart

"Age of Less
Nie ging es uns besser, längst haben wir alles. Können wir uns vorstellen, dass wir noch reicher werden? Zu welchem Preis? Oder gilt vielmehr: das halten, was wir haben, wird immer schwieriger? Wir sind in der Schweiz schon oben, und insgesamt sehr zufrieden. Mehr Reichtum wird an unserem Glücksempfinden kaum etwas ändern.
Herausforderungen wie Covid-19, Klimawandel, Energiewende etc. lehren uns, dass wir bislang vermutlich auch nicht das richtige gemessen haben. Werden wir neue Wertschätzungen entwickeln? Etwa für gute Lebensmittel oder frische und gesunde Luft? Schon nach der Finanzmarktkrise 2007/8 hat uns das dumpfe Bauchgefühl gesagt: Du musst etwas ändern! Welche Rolle spielt Demographie für das Wachstum? Älter werdende Nationen werden vermehrt konsumieren und weniger investieren. Aber Friede, Wohlstand, soziale Absicherung und medizinische Versorgung verdanken sich auch der Gleichheit der Geschlechter und einem hohen Medianalter – und damit weniger Kinder, dafür Wunschkinder. Brauchen wir daher mehr Migration?
Welche Rolle spielt der Übergang von der industriellen in die digitale Welt? Automatisierung und Künstliche Intelligenz werden nicht aufzuhalten sein. Sind daher Arbeitsplätze bedroht? Aber kann sich eine auf Geldschöpfung und Kreditwirtschaft basierende kapitalistische Ordnung dem Wachstumszwang überhaupt entziehen? Selbst Stagnation / Nullwachstum genügen nicht für die Zukunftssicherung nach bisherigem Massstab. Das weiss auch die Politik. Billiges Geld und Negativzinsen sind keine wirkliche Lösung.
Sicher scheint nur: die Gesellschaft ist im Umbruch, und für engagierte Unternehmer werden sich in fast allen Branchen immer wieder neue Chancen ergeben. Sich ändern läuft auf der Bandbreite zwischen Lust und Verlustangst ab: Freude, Einsicht, Askese, Schuldgefühl, Risikowahrnehmung oder Angst spielen mit."



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SF Sedleger und Partner, SUN FIT